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Donnerstag, 07.04.2022

Fusionsgespräche zwischen SVS und SWA gehen in die nächste Runde

Synergieeffekte in vielen Bereichen

Die Räte der vier beteiligten Kommunen Stadtlohn, Vreden, Ahaus und Südlohn haben nach internen Abstimmungen grünes Licht für die Fortführung der Fusionsgespräche zwischen den SVS-Versorgungsbetrieben und den Stadtwerken Ahaus gegeben. Angesichts der Aufgaben, die lokalen Energieversorgen zukünftig bevorstehen, sehen die Verantwortlichen eine langfristige Stärkung der beiden Unternehmen in einem Zusammenschluss. Die Energiewende und die aktuelle Situation auf dem Energiemarkt bringen viele große Zukunftsthemen mit sich. So wartet beispielsweise der Ausbau von erneuerbaren Energien, die Absicherung der Versorgung und der Aufbau eines Versorgungsnetzes mit grünem Wasserstoff auf die beiden Energieversorgungsunternehmen. Gerade unter den aktuellen Umständen sind diese Themen so wichtig, wie noch nie.

Die Grundlage für eine Fusion zwischen den beiden Unternehmen ist besonders gut. So ähneln sie sich stark in ihrem Geschäftsmodell, haben gleiche Sparten, Gesellschaftsformen und gleiche Gesellschafter. In der Vergangenheit konnten sie bereits in verschiedenen Kooperationen beweisen, wie gut sie zusammenarbeiten können. Mit dem gemeinsamen Tochterunternehmen LokalNET beteiligen sie sich an lokalen Innovationsprojekten und dem Ausbau von erneuerbaren Energien. Auch in ihrer Größe und der Organisationsstruktur ähneln sich die beiden Versorger stark. Die Mitarbeiter beider Unternehmen kommen größtenteils aus einer der vier Kommunen, außerdem aus Legden, Heek, Gescher oder Gronau.

Die Vorteile einer Fusion liegen klar auf der Hand und auch die Bürger und Kunden sollen von dem möglichen Zusammenschluss der beiden Energieversorger profitieren. Beide Standorte in Stadtlohn und in Ahaus werden langfristig erhalten. Damit stehen den Bürgern künftig zwei Kundencenter sowohl in Stadtlohn als auch in Ahaus und ein größeres Team zur Verfügung. Gemeinsam können die beiden Versorger Risiken, wie den Umgang mit neuen Marktsituation und Engpässen bei der Beschaffung, besser überwinden. Vor allem die Energie- und Wasserversorgung der Bürger, zu fairen und marktgerechten Preisen, soll durch einen Zusammenschluss langfristig gesichert werden. Der gegenseitige Austausch von Expertise, Systemen und Infrastruktur ermöglicht beiden Unternehmen einen Vorteil bei vielen Themenfeldern und schafft neue Entwicklungsmöglichkeiten. Die Erschließung neuer Geschäftsmodelle ermöglicht auch den Bürgern Zugang zu neuen Technologien und stärkt die regionale Infrastruktur. Außerdem ist aktuell bei beiden Unternehmen der Fachkräftemangel spürbar. Durch einen Zusammenschluss tritt man gemeinsam als attraktiver Arbeitgeber auf. Die Arbeitsplätze in der Region sollen auch langfristig erhalten bleiben. Als lokale Versorger mit kommunaler Beteiligung wird weiterhin die Unterstützung lokaler Projekte, Vereine und Institutionen ermöglicht.

„Mit einer Fusion stärken wir die Energieversorgung in unserer Region und können die anstehenden großen Herausforderungen im Energiebereich gemeinsam angehen“, erläutert Karola Voß, Bürgermeisterin der Stadt Ahaus. „Die interkommunale Zusammenarbeit wird uns bei der Lösung von Aufgaben und dem Angehen wichtiger Projekte helfen.“

Im Herbst soll die finale Abstimmung in den Räten der beteiligten Kommunen Stadtlohn, Vreden, Ahaus und Südlohn zur  Fusion der SVS-Versorgungsbetrieb und der Stadtwerke Ahaus erfolgen.

v.l. Werner Stödtke (Bürgermeister Südlohn), Berthold Dittmann (Bürgermeister Stadtlohn), Thomas Spieß (Geschäftsführer SVS), Tom Tenostendarp (Bürgermeister Vreden), Karola Voß (Bürgermeisterin Ahaus), Karl-Heinz Siekhaus (Geschäftsführer SWA) vor dem Rathaus in Stadtlohn nach ihrem Pressegespräch