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Sehenswürdigkeit

Ahaus-Wüllen

Sein laut Urkunde 800jähriges Bestehen hat der Ortsteil Wüllen im Jahre 1988 gefeiert.
Er war über die Jahrhunderte hinweg wohl als Verwaltungseinheit oftmals am engsten mit Ahaus verknüpft, um immer wieder in die Selbstständigkeit zurückzukehren.
Sein endgültiger freiwilliger Zusammenschluss mit der Stadt Ahaus im Jahre 1969 ermöglichte eine sorgfältige Zukunftsplanung, die Vorbild wurde auch für die anderen Ortsteile. Wie hier mit Beharrlichkeit Überkommenes bewahrt und Neues geschaffen wurde, zeigt sich an Plätzen und Straßen, wird am deutlichsten aber an der Pfarrkirche, wo im Schatten des gewaltigen Wehrturmes moderne Kirchenfenster mit Aussagen zu Fragen unserer Zeit geschaffen worden sind.
Größtes weltliches Fest ist für Wüllen, das sich dann "Klein Köln" nennt, der Rosenmontag. Zu den 5.600 Einwohnern gesellen sich dann Närrinnen und Narren aus dem ganzen Stadtgebiet zum prächtigen Festzug als Abschluss der Fünften Jahreszeit.
Wüllen, und damit die ganze Stadt Ahaus, ist mit dem französischen Argentré du Plessis partnerschaftlich verbunden. Zahlreiche persönliche Verbindungen bis hin zur deutsch- französischen Heirat unterstreichen das Maß dieser über Jahre hinweg gewachsenen Städtefreundschaft. 


Sehenswürdigkeiten in Ahaus-Wüllen


Pfarrkirche St. Andreas

Zuerst erhob sich eine in karolingischer Zeit erbaute einschiffige Kirche, deren Fundamente aus dem 9. Jahrhundert nachweisbar sind. Im 12. Jahrhundert erfolgte die Errichtung des Wehrturms und 1473 wurde ein Langhaus als zweischiffige Halle ausgeführt. 1870 wurden die Querschiffe angebaut, 1976/77 das Innere der Kirche neu gestaltet.


Ton steenern Crüce

Das "steenerne Crüce" erinnert an die Gerichtsstätte, an der im 12. Jahrhundert bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1815 Recht gesprochen wurde. Das ursprüngliche Kreuz blieb bis zum Ansatz des Querbalkens erhalten und befindet sich heute im Westfälischen Landesmuseum Münster. Die Nachbildung des Kreuzes, in enger Verbindung an den "Herrgott von Bentheim" gestaltet, wurde 1909 am alten Handelsweg, der vom Ruhrgebiet über Wüllen und Wessum bis nach Holland führte, errichtet.


Spieker Laink-Vissing

Der als Speicher für landwirtschaftliche Produkte gedachte und genutzte Dachwerkbau wurde im Jahre 1732 errichtet. Seit seiner Wiederherstellung dient er als Begegnungsstätte.


Quantwicker Mühle

Die im Jahre 1835 errichtete Achteckmühle zeigt die bekannte holländische Bauart: Der achteckige Unterbau steht fest. Nur die Kappe einschließlich Achse, dem großen Kammrad und dem Flügelkranz wurde auf einem Rollkranz und mit Hilfe des Drehwerks jeweils in den Wind gedreht. Um die Wirtschaftlichkeit bei geringem Wind zu erhöhen, wurde sie um 1928 von unten her an einen Motor angeschlossen. Nach ihrer Restaurierung ist sie wieder voll funktionstüchtig.