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Sehenswürdigkeit


Ahaus-Wessum

Vielfarbig die Geschichte der 4.700 Einwohner großen Gemeinde Wessum, die erstmals 1122 urkundlich erwähnt wird.
Die Gemeinde hat die Kriegszerstörungen mit dem Wiederaufbau der Kirche und ihrer Umgebung überwunden und hat vor allem über den rührigen Heimatverein mit ihrem Heimathaus Maßstäbe für Traditionspflege und Gemeinschaftssinn gesetzt.
Der Heimatverein Wessum hat auch organisatorisch Maßstäbe gesetzt, die inzwischen mit Erfolg für alle übrigen Ortsteile beispielhaft geworden sind. Gekrönt wurde die Wessumer Heimatarbeit durch die Verleihung der Goldmedaille im Rahmen des Bundeswettbewerbs "Unser Dorf soll schöner werden".
Da Schönheit alleine die Menschen nicht ernähren kann, wurden in Wessum gezielt Arbeitsplätze geschaffen. Heute beherbergt der Ortsteil mit der Fa. Herbers den größten Betrieb der Stadt Ahaus. Die Beschäftigten stellen hier rund 20 Prozent aller in der Bundesrepublik verwendeten Holztüren her. Die Erschließung neuer Wohngebiete und ihr schneller Ausbau sind ein weiterer Beweis für die Attraktivität Wessums. 

Homepage: http://www.wessum.de/

Sehenswürdigkeiten in Ahaus-Wessum


Pfarrkirche St. Martinus

Mittelpunkt des alten Wessumer Dorfkerns bildet die seit dem 11. Jahrhundert bezeugte Pfarrkirche St. Martinus. In ihrer heute noch gültigen Ansicht wurde sie um 1300 erbaut und gilt seitdem mit ihrem Treppenturm als unverwechselbares Wahrzeichen des Dorfes.

Passionssäule

Im Inneren der Pfarrkirche steht das Original der Passionssäule aus dem 16. Jahrhundert, dessen vergrößerte Kopie nordwestlich der Kirche steht. Auf der Wessumer Passionssäule sind auffallend viele menschliche Gesichter dargestellt, überragt von einem Hahn, der an die Verleugnung des Petrus erinnert. Eigenartig ist in mittlerer Höhe die Kombination des Schwertes vom Apostel Petrus mit dem abgehauenen Ohr des Knechtes Malchus. Christus ist als maskenhaftes Gesicht auf dem von Veronika gehaltenen Schweißtuch dargestellt.


Oratorium

Das Gebetshaus "Zum Leiden Christi" ist ein spätgotischer Einzelbau. Seine Grundform ist die einer einseitig offenen, dreijochigen Halle mit zwei kleineren seitlichen Zugängen. Erbaut im Jahre 1510, war es ursprünglich wohl mit Figuren ausgestaltet, die die Leidensgeschichte Christi darstellten. Ab 1920 wurde es als Kriegergedächtnisstätte genutzt. 


Heimathaus Wessum

Die Wessumer Heimathäuser liegen mitten im Ortskern, in unmittelbarer Nähe der Kirche. Sie wurden im Jahre 1983 aus altem Fachwerk errichtet und zu rustikalen Häusern wieder aufgebaut. Das alte Herdfeuer, eine Klumpenkammer, alte Möbel und viele originelle Handwerksgegenstände sorgen für eine reizvolle Atmosphäre. Ende der 90er Jahre wurde das Anwesen um eine Bürgerstube und eine Bauertenne erweitert.

Die Heimathäuser eignen sich hervorragend für Ausstellungen oder gesellschaftliche Veranstaltungen. Die Räumlichkeiten laden zu Kaffeetafeln, Kaminrunden oder Familienfeiern aller Art und bieten Platz für 20 bis 200 Personen.


Rechts vor der Fassade des Heimathauses steht seit dem 25jährigen Jubiläum des Heimatvereins Wessum eine etwa lebensgroße Metallplastik. Sie stellt einen vor seiner Werkstatt tätigen Holzschuhmacher dar. Er bekam den Namen "Klumpen Hennik" zugesprochen. Die am 09.10.1992 enthüllte Plastik ist ein Werk von Werner Bruning aus Mesum und weist auf die Bedeutung des Holzschuhmacherdorfes hin.