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Dienstag, 23.02.2021

Stadtarchiv Ahaus digitalisiert die Vergangenheit

Neuer Aufsichtsscanner ermöglicht dem Stadtarchiv professionelle und schnelle Digitalisierung

Seit einigen Tagen verstärkt ein Aufsichtsscanner die fachliche Arbeit im Stadtarchiv und ermöglicht eine professionelle und schnelle Digitalisierung von archivarischen Dokumenten. Es handelt sich um einen Aufsichtscanner, welcher besonders schonend ohne UV-Licht arbeitet und die Archivalien auch vor physischen Einflüssen während des Lesevorgangs schützt. Bei dieser Technik wird das Archivgut wie zum Beispiel Bücher, Karten oder Akten aufgeklappt auf den Scanner gelegt und von oben belichtet. Der Scanner der Firma Microbox aus Bad Nauheim dient vor allem der Anfertigung von Nutzerdigitalisaten, bspw. Standesamtsunterlagen oder Zeitungen, die sehr häufig nachgefragt werden.
Bislang gab es keinen vergleichbaren Scanner in der Stadtverwaltung, sodass Kopien stets mit Büroscannern angefertigt werden mussten, was jedoch dem Papier als Trägermaterial und der Schrift und damit dem Informationsgehalt nachhaltig schadet. Es soll nun sukzessive mit der Digitalisierung besonders gefährdeter oder häufig nachgefragter Archivalien, wie bspw. Zeitungen, Postkarten, etc. begonnen werden.
Der Archivscanner kostete in der Anschaffung etwa 20.000 Euro, welche vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe zu einem Drittel gefördert werden. Das Projekt war bereits im Herbst vergangenen Jahres durch den Ahauser Stadtarchivar Max Pfeiffer initiiert worden und konnte nun mit der Aufstellung und Inbetriebnahme des Scanners erfolgreich abgeschlossen werden.
Die Archivalien werden standardmäßig mit 600 dpi abgelichtet und sogleich in ein archivfähiges Dateiformat überführt, um sie anschließend auch in einem etwaigen digitalen Langzeitarchiv revisionssicher, also unveränderlich, für die Ewigkeit vorhalten zu können. Wenn es keine rechtlichen Bedenken gibt und eine gewisse Grundmenge von digitalen Archivalien vorhanden ist, beabsichtigt das Stadtarchiv langfristig die Zugänglichmachung der Bestände über das Internet. Auch hierfür ist der Scanner ein wichtiger erster Schritt. "Mit dem Scanner machen wir einen weiteren großen Schritt in die Zukunft der Verstärkung der archivfachlichen Arbeit in unserem Archiv", freut sich Max Pfeiffer, Leiter des Stadtarchivs. Auch seine Kollegin, Christa Neite, ist von dem neuen Scanner begeistert: "Dieses Gerät ermöglicht uns eine neue Dimension in der Qualität der Bearbeitung der Anfragen!"
Werner Leuker, Beigeordneter der Stadt Ahaus, und Reinhold Benning, Fachbereichsleiter Bildung, Kultur, Sport, welche die Anschaffung maßgeblich mitgetragen haben, sind nach dem ersten Eindruck und einer Vorführung des Gerätes mit dessen Fähigkeiten hoch zufrieden. "Dies bestätigt unser Engagement in der stetigen Vertiefung einer qualitativen Archivarbeit", lobt auch Beigeordneter Werner Leuker die Anschaffung und Nutzung des Scanners.

Archivar Max Pfeiffer scannt ein histoisches Dokument

Beigeordneter Werner Leuker (links) und Archivar Max Pfeiffer präsentieren den neuen Scanner