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Freitag, 16.08.2019

In Ahaus und den Ortsteilen werden wieder Sirenen installiert

Warntag am 5. September

Am 5. September werden gesamten Stadtgebiet Ahaus erstmalig nach Jahrzehnten wieder Sirenen zu hören sein. Vormittags sollen zeitgleich in allen NRW-Kommunen die örtlichen akustischen Warnanlagen getestet werden. Dazu zählen die Sirenen, die in diesen Tagen in der Kernstadt und allen Ortsteilen von Ahaus installiert werden. Mit der Warn-App „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) wird landesweit eine Probewarnmeldung versendet. Zusätzlich gibt es Lautsprecherdurchsagen aus Warnfahrzeugen sowie Informationen via Radio, TV und Soziale Medien.

Wie das Ministerium des Innern NRW mitteilt, steht der landesweite Warntag (jeweils 1. Donnerstag im September) unter der Motto 'zusammen:warnen': Nicht nur die Behörden, sondern auch der Rundfunk und der Deutsche Wetterdienst spielten eine wichtige Rolle für die Warnung.

"Der Warntag soll die Bevölkerung daran erinnern, dass es wichtig ist, Signale richtig zu deuten", erläutert Berthold Büter, Leiter der Feuerwehr Ahaus.

  • Sirenensignale erkennen und einordnen:
    Bei Warnungen und Gefahren ist der Heulton der Sirenen auf- und abschwellend. Entwarnung gibt es mit einem Dauerton. Ein Probealarm besteht aus einer Kombination aus den Tönen für Entwarnung, Warnung und wieder Entwarnung.

  • Im Ernstfall gilt es, bestimmte Verhaltenshinweisen zu beachten, zum Beispiel:
    - Ruhe bewahren
    - Gebäude oder Wohnung aufsuchen/verlassen
    - Nachbarn informieren
    - Türen und Fenster schließen
    - Radio einschalten (Lokalhörfunksender, WDR 2; bei Stromausfall: Autoradio)
    - Notrufe (110 oder 112) nicht blockieren - nur im Notfall anrufen!
  • Anlässe zur Warnung der Bevölkerung können sein:
    - Großbrände
    - Unwetter
    - Hochwasser
    - akute Bombenentschärfungen
    - Schadstoffaustritte
    - weitere akute Gefahren

(weitere Infos im Flyer zum Download)

Das Heulen der Sirenen ist für einige Personengruppen möglicherweise aber mit direkten traumatischen Erinnerungen verbunden. "Besonders bei der Generation, die den Zweiten Weltkrieg noch miterlebt hat und bei vielen Menschen, die aktuell hierher geflüchtet sind, löst ein Sirenenalarm möglicherweise Furcht und manchmal gar Panik aus", macht Berthold Büter auf die Situation dieser Menschen aufmerksam. "Deshalb ist es sehr wichtig, dass möglichst alle Menschen in Ahaus und den Ortsteilen über den Probealarm informiert, ihnen aber auch Ängste genommen bzw belastende Empfindungen vermieden werden."

An den Ahauser Flüchtlingsunterkünften und Seniorenwohnheimen werden vorab Hinweisplakate und Flyer in sieben verschiedenen Sprachen ausgelegt, um die Menschen auf den Probealarm und die Verhaltensweisen im Ernstfall aufmerksam zu machen.

Bereits im Vorfeld des Warntages informieren das NRW-Innenministerium und die Kommunen in NRW umfassend über den Aktionstag sowie die Probealarme und ihre Bedeutung. MIt den Flyern geben die Kommunen Tipps und Informationen, damit die Bürger/innen wissen, wie Sie sich im Ernstfall richtig verhalten und schützen können.

Die Probealarme in Ahaus finden jährlich am jeweils ersten Donnerstag im März und September statt.

Der Flyer zum Warntag NRW, den Sirenensignalen, deren Bedeutung und die gebotenen Verhaltensweisen (PDF-Dateien zum Download) - weitere Fragen beantwortet die Feuerwehr Ahaus unter 02561-95410.

Montage der Sirenen in Ahaus und den Ortsteilen

Montage der Sirenen in Ahaus und den Ortsteilen

Montage der Sirenen in Ahaus und den Ortsteilen

Infoplakate zum Download (PDF-Datei)