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Montag, 05.03.2018

Gesamtschule Ahaus darf im Sommer 7. Eingangsklasse bilden

Alle Schüler können an der Gesamtschule aufgenommen werden

Die Bezirksregierung in Münster hat heute Nachmittag mitgeteilt, dass sie die von der Stadt Ahaus beantragte Genehmigung zur Errichtung einer siebten Eingangsklasse an der Gesamtschule Ahaus für das Schuljahr 2018/2019 in den nächsten Tagen erteilen wird. Damit kann das ansonsten schulrechtlich vorgeschriebene  unausweichliche Losverfahren zur Abweisung von mindestens 18 angemeldeten  Schülerinnen und Schülern, die die Aufnahmegrenze für sechs Eingangsklassen überschreiten, abgewendet werden.

Hierzu sagt Beigeordneter Werner Leuker von der Stadt Ahaus: „Ich freue mich sehr über diese Entscheidung und danke der Bezirksregierung, die damit sehr verantwortungsvoll für die Schülerinnen und Schüler, deren Eltern, für die Schule und am Ende auch für diese Stadt als überregionaler Schulstandort im Kreis Borken entschieden hat.“

Nach dem Ende des Anmeldezeitraumes (19. bis 23. Februar 2018) lag die Anzahl der Schulanmeldungen an der Gesamtschule bei 192. Tatsächlich können jedoch bei 6 Eingangsklassen maximal 174 Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden.

In der vergangenen Woche hatten Rat, der Schul- und Sportausschuss, die  Verwaltung, die Schulleitung der Gesamtschule Ahaus sowie zahlreiche Eltern bei der Bezirksregierung in Münster für die Erteilung dieser Ausnahmegenehmigung geworben.  In den Begründungen kam immer wieder deutlich zum Ausdruck, dass sich Eltern sehr bewusst für die Schulform Gesamtschule entschieden hätten. Ein Losverfahren hätte mit einer hohen Wahrscheinlichkeit dazu geführt, dass Schülerinnen und Schüler aus Ahaus abgewiesen worden wären und dann die nächstgelegene Gesamtschulen in Gescher oder in Gronau oder aber eine nähergelegene Schule einer anderen Schulform hätten besuchen müssen. 

„Der Schulweg wäre damit deutlich länger geworden, als es die reinen Entfernungskilometer darstellen können, weil die Taktungen der Busverbindungen nach Gescher oder Gronau nur bedingt zu den Schulzeiten passen“,  sagt Beigeordneter Werner Leuker. „Wir werden die laufende gemeinsame Schulentwicklungsplanung mit den Gemeinden Heek und Legden ganz konkret nutzen, bis Mitte des Jahres nach geeigneten, mittel- und langfristigen  Lösungen zu suchen, die im Einklang mit der Bezirksregierung Münster ein jährlich drohendes Losverfahren an Schulen in unserer Stadt möglichst ausschließen sollten.“  Allerdings ist das Schulwahlverhalten der Eltern nur sehr bedingt vorherzusehen und kalkulierbar. Deshalb bleiben auch zukünftige Planungen und Veränderungen im Bereich der Schulkapazitäten immer zumindest ein Stück weit risikobehaftet.