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Dienstag, 15.02.2022

Entwicklungen an der Irena-Sender-Gesamtschule - Politik und Verwaltung fordern Planungssicherheit bei Anmeldeverfahren

Bericht aus dem Ausschuss für Schule und Sport

Beigeordneter Werner Leuker berichtete gestern Abend im Ausschuss für Schule und Sport über die Entwicklungen an der Irena-Sendler-Gesamtschule. Nach einer wiederholten Mehrklassenbildung in den letzten Jahren hatte die Stadt Ahaus im September 2021 die Einrichtung eines zusätzlichen siebten Zuges bei der Bezirksregierung in Münster beantragt. Die Genehmigung  erteilte die Bezirksregierung am 25. Januar 2022, nur wenige Tage vor Beginn des vorgezogenen Anmeldeverfahrens, mit zwei Vorbehalten.

175 Schülerinnen und Schüler aus Ahaus hätten mindestens angemeldet werden müssen, schließlich waren es im Rahmen eines vorgezogenen Anmeldeverfahrens nur 145.Der Grund für den unerwarteten Rückgang der Anmeldungen könne die für die Eltern und Schüler noch deutlich nachwirkenden Erfahrungen und Unsicherheiten bei der Genehmigung der Mehrklassenbildung im letzten Jahr sein, vermutete der Beigeordnete Werner Leuker. Die Zusage der Bezirksregierung auf Einrichtung eines zusätzlichen siebten Zuges wurde dann zeitnah zurückgenommen -  noch vor der Durchführung des Anmeldeverfahrens an den anderen weiterführenden Schulen.

An der Irena-Sendler-Gesamtschule werden in diesem Schuljahr alle Kinder sicher einen Platz bekommen. Es zeichnet sich im Gegenzug allerdings bereits jetzt ein erhöhter Bedarf an der Anne-Frank-Realschule (AFR) ab. Nach Abschluss der Anmeldeverfahren am Alexander-Hegius-Gymnasium und der Realschule wird  bei einem nicht unwahrscheinlichen Anmeldeüberhang an der AFR sehr kurzfristig über die mögliche Bildung und Beantragung einer Mehrklasse entschieden werden müssen.

Leuker erklärte, dass es laut aktueller Prognosen ohne schulorganisatorische Anpassungen auch in den kommenden Jahren immer wieder zu  Anmeldeüberhängen an Ahauser Schulen kommen könne, die mit viel Unsicherheit für die Eltern und die Kinder verbunden seien. „Schulen und Eltern, aber auch Schulträger, benötigen zwingend Verlässlichkeit und Planungssicherheit im Rahmen laufender Anmeldeverfahren. Wir wünschen uns fachliche Hinweise und einen konstruktiven Austausch mit allen Beteiligten, damit wir langfristig nicht immer wiederkehrend vor diesem Problem stehen. Politik und Verwaltung werden gemeinsam alles dafür tun, damit Ahauser Kinder auch zukünftig eine Ahauser Schule besuchen können“, so Leuker.