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Freitag, 09.08.2019

Das Protokollbuch der Stadt Ahaus 1650 bis 1750

Geschichten aus dem Stadtarchiv

Der Ahauser Stadtrat führt Protokoll – und das nicht erst seit ein paar Jahren oder Jahrzehnten, sondern belegbar schon fast 370 Jahre lang. Im Stadtarchiv befindet sich das wertvolle Protokollbuch der Stadt für die Jahre 1650 bis 1750 – sorgfältig und aufwendig restauriert. Es ist dort eines der wichtigsten Zeugnisse zur Geschichte der Stadt Ahaus.

Auf den ersten Seiten dieses in Schweinsleder gebundenen, handgeschriebenen Buches werden zunächst die Amtsinhaber genannt und daran anschließend die noch gültigen Vorschriften und Verordnungen aufgeführt und beschrieben. Dies war in der Mitte des 17. Jahrhunderts von besonderer Bedeutung: Der Dreißigjährige Krieg war zwei Jahre zuvor in Münster und Osnabrück beendet worden. Langsam kehrte in den Städten und auf dem Land wieder Frieden ein, wenngleich es auch immer noch militärische Besatzungen gab. In den Kriegswirren waren viele Verträge und Erlasse verloren gegangen. Umso wichtiger war es nun, den rechtlichen Stand der Stadt Ahaus festzuhalten und zu dokumentieren.

Genau 100 Jahre Stadtgeschichte werden in diesem fast 11 cm dicken Buch, das vor wenigen Jahren in der Werkstatt des Westfälischen Archivamtes restauriert wurde, festgehalten. Alles was dem Bürgermeister und den Ratsherren wichtig war, ist dokumentiert: wie die Ernte ausgefallen ist, ob die Brotpreise gestiegen sind oder ob der Fürstbischof von Münster das neu erbaute Schloss besucht hat.

Das wertvolle Protokollbuch der Stadt Ahaus 1650 bis 1750

Restaurierung des Protokollbuchs der Stadt Ahaus 1650 bis 1750 Vorher Nachher

Restaurierung des Protokollbuchs der Stadt Ahaus 1650 bis 1750 Vorher Nachher

Das restaurierte Protokollbuch der Stadt Ahaus 1650 bis 1750

Das restaurierte Protokollbuch der Stadt Ahaus 1650 bis 1750

Das restaurierte Protokollbuch der Stadt Ahaus 1650 bis 1750