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Freitag, 12.07.2019

AZuBi-Projekt ist in Ahaus auf einem guten Weg

Zwischenfazit aller Beteiligten im Rathaus

„Arbeitswelt erkunden, Zukunft gestalten und über Berufe informieren“ (kurz AZuBi) – zur Halbzeit des zweijährigen Pilotprojekts zur Berufsorientierung konnten Vertreter der Kreishandwerkerschaft Borken, der Agentur für Arbeit und der Stadt Ahaus  gemeinsam mit den beteiligten Ahauser Schulen am Donnerstag im Rathaus ein sehr positives Zwischenfazit ziehen.

Beigeordneter Werner Leuker sowie die Fachbereichsleiter Reinhold Benning und Michael Bethmann konnten hierzu jetzt insgesamt 20 Vertreter/innen der Schulen, der Kreishandwerkerschaft und der Agentur für Arbeit im Rathaus begrüßen. „Neben einer guten schulischen Ausbildung, für die wir als Schulträger bereits sehr lange gute Umgebungsbedingungen schaffen, ist uns auch eine intensive Information über die heutigen Berufs- und Studienformate und –inhalte, darüber hinaus auch eine schülerbezogene individuelle Bestimmung der persönlichen Fähigkeiten und Neigungen ausgesprochen wichtig“, so Werner Leuker.

Das gemeinsame Projekt unterstützt junge Menschen in den Schulklassen 9 und 10 bei der Berufs- und Studienwahl. Es soll durch 27 gezielte Modul-Bausteine unter anderem Warteschleifen für Schulabgänger/innen reduzieren, sodass sie möglichst direkt in die Ausbildung oder ein Studium einsteigen können, aber auch verhindern, dass Ausbildungen abgebrochen werden, weil vorab wichtige Informationen fehlten. Die Schüler/innen sollen durch AZuBi auf einen Übergang ins Berufs- bzw. Studienleben vorbereitet werden, der zu ihnen passt.

Rolf Heiber von der Agentur für Arbeit in Coesfeld sieht in diesem Pilotprojekt eine wichtige Ergänzung zu den bereits vorhandenen Instrumenten der Berufsorientierung in Schulen. „Jetzt ist ein Jahr vergangen in diesem Modellprojekt, das nicht isoliert aufgesetzt wurde, sondern sich sehr gut in den Kontext einfügt.“

In Ahaus nehmen die Irena-Sendler-Gesamtschule und die Anne-Frank-Realschule, in Stadtlohn die Losbergschule an dem Pilotprojekt teil. Gregor Hochrath und Helen Esser von der Kreishandwerkerschaft Borken begrüßen die enge Zusammenarbeit mit den Schulleitungen und Lehrerkollegien sowie den Berufsberatern der Agentur für Arbeit. Man arbeite gezielt Hand in Hand. Es sei ein offenes Angebot für die Schülerinnen und Schüler. Man gebe gezielte Denkanstöße, um für jeden eine möglichst individualisierte Entscheidungshilfe anbieten zu können.

Auch die Schülerinnen und Schüler geben dem Pilotprojekt gute Zeugnisnoten, sehen aber auch noch Optimierungspotential. „Die Idee ist sehr gut und das erste Projektjahr hat uns sehr geholfen. Aber es gibt natürlich noch Verbesserungsmöglichkeiten. Nicht jeder fühlt sich bereits von den Modulen genug angesprochen, vielleicht müssen einige Module noch einmal zielgerichteter aufgefächert und nachgeschärft werden“, so eine Schülerin. „Manche Schüler machen sich auf den Weg in die Oberstufe, weil sie keine Entscheidung treffen möchten. Die Module waren da für uns sehr hilfreich, weil viele nun tatsächlich wissen, was sie wollen“, berichtet eine andere Schülerin.

Die Städte Ahaus und Stadtlohn,  die Agentur für Arbeit und die Kreishandwerkerschaft finanzieren das zweijährige Projekt mit Gesamtkosten von jährlich 180.000 EUR gemeinsam. Das Projekt AZuBi, da waren sich alle Beteiligten einig,  ist auf einem guten Weg und muss nur an wenigen Stellen leicht nachgebessert werden.

Die Teilnehmer der Gesprächsrunde zum Zwischenfazit des Projekts AZuBi in Ahaus