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Anmeldung eines Hundes nach dem Landeshundegesetz

Das Landeshundegesetz gilt für alle Hunde.

 

Grundsätzlich sind Hunde so zu halten und zu führen, dass von ihnen keine Gefahren für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgehen.

 

Alle Hunde sind in den nachfolgend aufgeführten Bereichen an einer Leine zu führen.

  • in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr,
  • in der Allgemeinheit zugänglichen, umfriedeten Park-, Garten- und Grünanlagen einschließlich Kinderspielplätzen mit Ausnahme besonders ausgewiesener Hundeauslaufbereiche,
  • bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen, in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten.

 

Große Hunde (> 20 kg oder > 40 cm Schulterhöhe), die nicht als gefährliche Hunde eingestuft oder in § 10 des Gesetzes genannt sind, müssen in bebauten Bereichen des Stadtgebietes immer angeleint sein. Als Hundehalter müssen Sie:

  • den Hund beim FB Sicherheit und Ordnung anmelden
  • eine Haftpflichtversicherung nachweisen
  • die Nr. einer elektronisch lesbaren Marke (Mikrochip) angeben
  • einen Nachweis über die Sachkunde beibringen (bei einem anerkannten Sachverständigen oder bei einem von der Tierärztekammer benannten Tierarzt

 

 Als sachkundige Personen gelten.

  • Tierärzte sowie Inhaber einer Berufserlaubns nach § 11 Bundestierärzteverordnung
  • Jagdscheininhaber, oder Personen mit bestandener Jagdprüfung
  • Personen, die eine Erlaubnis zur Zucht, Haltung oder Handel mit Hunden besitzen (§ 11 Abs. 1 Nr. 3 Tierschutszgesetz)
  • Polizeihundeführer(innen)

Gefährliche Hunde im Sinne des Gesetzes sind

  1. Hunde, deren Gefährlichkeit aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse vermutet wird. Dies sind Hunde der Rassen Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier und Hunde, deren Kreuzungen untereinander sowie deren Kreuzungen mit anderen Hunden. In Zweifelsfällen müssen Sie nachzuweisen, dass eine Kreuzung nicht vorliegt.
  2. Hunde, deren Gefährlichkeit im Einzelfall festgestellt worden ist, z.B.
  • Hunde, die einen Menschen gebissen haben, sofern dies nicht zur Verteidigung anlässlich einer strafbaren Handlung geschah
  • Hunde, die einen Menschen in Gefahr drohender Weise angesprungen haben,
  • Hunde, die einen anderen Hund durch Biss verletzt haben, ohne selbst angegriffen worden zu sein, oder die einen Hund trotz dessen erkennbarer artüblicher Unterwerfungsgestik gebissen haben,
  • Hunde, die gezeigt haben, dass sie unkontrolliert Wild, Vieh, Katzen oder andere Tiere hetzen, beißen oder reißen.

 

Die Feststellung der Gefährlichkeit erfolgt durch die zuständige Behörde nach Begutachtung durch den amtlichen Tierarzt.

 

Wer derartige Hunde halten, ausbilden oder abrichten will, braucht dazu bereits vor der Anschaffung eine Erlaubnis des FB Sicherheit und Ordnung. Die Erlaubnis wird nur erteilt, wenn der Antragsteller ein besonderes privates Interesse nachweist oder bei Vorliegen eines öffentlichen Interesses erteilt. Der Hundehalter muss mindestens 18 Jahre alt und in der Lage sein, den Hund sicher an der Leine zu halten und zu führen. Sie müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • eine Haftplichtversicherung für den Hund
  • die Nr. des Mikrochips angeben
  • die nötige Sachkunde nachweisen (Bescheinigung eines amtlichen Tierarztes)
  • den Nachweis erbringen, dass der Hund verhaltensgerecht und ausbruchssicher untergebracht wird (z.B. durch Fotos und die Vereinbarung eines Ortstermines
  • Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses (Belegart 0)

 

Für das Halten von Hunden bestimmter Rassen (siehe § 10 LhundeG NRW: Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler, Tosa Inu) gelten die gleichen Voraussetzungen zum Halten von gefährlichen Hunden. Allerdings brauchen Sie hierbei kein besonderes privates Interesse oder das Vorliegen eines öffentlichen Interesses nachweisen.

 

Gefährliche Hunde und Hunde bestimmter Rassen sind in allen Bereichen außerhalb des befriedeten Besitztums an der Leine und mit Maulkorb zu führen. Eine Befreiung kann nur auf besonderen Antrag und nach eingehender Überprüfung erteilt werden.

 

Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden hier nur die wichtigsten Informationen dargestellt. Weitere Details können Sie den Merkblättern entnehmen.

Ihre Ansprechperson

Herr Ralf Rohling

r.rohling@ahaus.de02561 - 72256Adresse | Öffnungszeiten | Details