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Montag, 08.03.2021

Katharinenschule Alstätte wird „Euregioprofilschule“

Zertifizierung nach dreieinhalbjähriger Projektphase

Die Katharinenschule in Alstätte ist nun als Euregioprofilschule zertifiziert. Schulleiterin Beda Lassernig konnte am Freitag (5. März) das Zertifikat von Stephan Krems von der Bezirksregierung Münster entgegen nehmen. „Spreek je buurtaal“ (Sprich deine Nachbarsprache) ist ein Projekt, in dem Grundschulen auf beiden Seiten der Landesgrenze in den Regionen Achterhoek und Twente sowie in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen die jeweils gegenüberliegende Sprache und Kultur kennenlernen.

In einem coronakonformen aber dennoch feierlichen Rahmen, in dem einige Schulkinder eine Tanzchoreografie vorführten und eine Grundschülerin ein niederländisches Gedicht präsentierte, machte Schulleiterin Lassernig deutlich, wie wichtig ihr und ihren Kolleginnen und Kollegen die Zertifizierung ist: „Es ist hoch anzusehen, wenn Schülerinnen und Schüler schon früh die Erfahrung machen, wie spannend der Lebensraum im Grenzland ist und welche Chancen sich hier für den persönlichen Horizont und für die spätere Karriere bieten.“

Eine deutsch-niederländische Kommission hat aufgrund der von der Alstätter Katharinenschule eingereichten Bewerbungsmappe entschieden, dass die Grundschule nun das Zertifikat „Euregioprofilschule“ tragen darf. Der Zertifizierungsphase ging ein dreieinhalbjähriger Arbeitsprozess im Rahmen des Projekts „Spreek je buurtaal“ voraus. Das Schulprogramm und die Homepage der Grundschule weisen auf die euregionale Ausrichtung hin. „Natürlich ist die Praxis des Niederländisch-Lernens und der Austausch mit unserer Partnerschule in Buurse das Herzstück des Engagements“, erläutert Beda Lassernig. „Mehrere Lehrkräfte haben sich im Bereich Spracherwerb und in der Methodik und Didaktik des Nachbarsprachenlernens fortgebildet.“

Die Kinder der Alstätter Katharinenschule lernen auf unterschiedlichen Wegen. Im Rahmen des Begegnungssprachenkonzeptes wird zweisprachiger Unterricht, oft mit Unterstützung durch „native speaker“, also Muttersprachler, vermittelt. Das bedeutet, dass zu einem Sachthema eine Lehrkraft in Deutsch und eine in Niederländisch in der Klasse unterrichtet. Die Kinder lernen die Begrüßungsformeln, benennen Alltagsdinge wie Kleidungsstücke, Spielgeräte, Monate und Wochentage.

Mit der Partnerschule in Buurse gab es schon einige „Hautnaherfahrungen“. „Wir haben schon öfter gemeinsam den Schulvormittag verbracht, uns zum Spielen getroffen, gemeinsam gefrühstückt oder uns gegenseitig Bilderbücher vorgestellt“, berichtet Lassernig. „In der Coronazeit erfolgte der Austausch über Videotelefonie oder per E-Mail.“

Die Bezirksregierung Münster zeichnet gemeinsam mit der Nederlandse Taalunie sowie der EUREGIO Schulen aus, die auf verschiedene Weisen grenzüberschreitende Inhalte - wie Sprache, Landeskunde und Kultur - in ihrem Unterricht thematisieren und den Schüleraustausch mit der Nachbarregion stärken. Das Zertifikat „Euregioprofilschule“ soll Anerkennung und Aushängeschild zugleich sein für vorbildliche wie langfristige Bemühungen zur Erziehung eines euregionalen Bewusstseins. Denn für die Kultur und Sprache der Nachbarn sensibel zu sein, steigert nicht nur das gegenseitige Verständnis in einer Grenzregion, sondern kann auch zukünftig ein wirtschaftlicher Faktor sein.