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Dienstag, 19.05.2020

Infoveranstaltung für Ahauser Gastronomen

Familienfeier, Kegelabend und Vereinsversammlung unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsvorschriften

Rund 60 Vertreter/innen der Ahauser Gastronomiebetriebe kamen gestern (18. Mai) zu einer Infoveranstaltung für ihre Branche in die Ahauser Stadthalle und folgten damit einer Einladung von Bürgermeisterin Karola Voß.

Die Bürgermeisterin zeigte Verständnis für die zahlreichen Anfragen zu den aktuell geltenden Regelungen der Coronaschutzverordnung und machte klar, dass ein „Normalbetrieb“ so schnell wohl nicht zu erwarten sein dürfte. Der Erste Beigeordneter Hans-Georg Althoff schloss sich dem an: das Virusproblem sei keinesfalls gelöst, sodass auch in nächster Zeit der Grundsatz des Abstandhaltens von 1,5 m bestehen bleibe. Wenn das nicht möglich sei, gebe es die Pflicht zum Tragen von Mund-Nase-Masken. „Das Personal in der Gastronomie muss im Lokal immer Maske tragen. Die Coronaschutzverordnung und die “Handreichung zur Zulässigkeit von gastronomischen Einrichtungen nach § 14 CoronaSchVO” sind aktuell der Maßstab für das, was in Gaststätten, Cafés und Co. erlaubt ist und was nicht.“

Großveranstaltungen sind laut aktueller Coronaschutzverordnung zunächst bis zum 31. August gänzlich untersagt. Wie die Regelung ab dem 01.09. aussieht, ist momentan unklar.

„Für die Gastronomen ist verpflichtend, dass jeder Gast einen Aufenthaltsbogen mit Kontaktdaten ausfüllt, der dann vier Wochen aufbewahrt werden muss. Gäste sind wiederum verpflichtet, die Angaben vollständig und wahrheitsgemäß zu machen“, so Althoff weiter. „Darüber hinaus gelten strenge Bestimmungen zu Abständen und zur Desinfektion.“

Unter Beachtung dieser Vorgaben werde deutlich, dass es schwierig ist, den Stammtischabend, die Kegelfeier oder das große Familienfest durchzuführen. Möglich sei die Bewirtung allerdings bei Familienmitgliedern, die in gerader Linie miteinander verwandt sind, oder bei Mitgliedern aus zwei Haushaltsgemeinschaften. Laut Coronaschutzverordnung dürfen Speisen aktuell nur als Tellergericht serviert werden. Buffetangebote hingegen sind wieder erlaubt – aber nur unter sehr verschärften Hygieneregelungen.

Versammlungen, so Hans-Georg Althoff, bleiben aktuell untersagt. Ausnahmen gebe es nur für Gremienversammlungen (z.B. Vereinsvorstand) und Versammlungen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, wozu z.B. die Aufstellungsversammlungen der Parteien zur Kommunalwahl zählen.

Die zahlreichen Fragen der Gäste zeigten, dass die Umsetzung der Regeln und die Anwendung auf den eigenen Betrieb alle beschäftigen. Auch wurde deutlich, dass für Veranstaltungen im privaten Raum andere Maßstäbe gelten, denn hier findet die Coronaschutzverordnung keine Anwendung. Erst bei einer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung könne die Ordnungsbehörde eingreifen.

Michael Gerling, Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung, zeigte die Möglichkeit auf, weitere Sonderfläche für die Außengastronomie anzumelden. Auch bei Fragen zu Abständen und Abläufen im Betrieb, stehe der Fachbereich mit Rat und Tat, gerne auch direkt vor Ort, zur Verfügung.