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Mittwoch, 02.12.2020

Bitte nicht füttern – Warum das Füttern von Enten, Schwäne und Co schädlich ist

Tiere und Wasserqualität leiden unter Fütterungen mit Brot oder Gebäck

Besonders Kinder finden es oft toll, wenn sie die Enten und Schwäne auf der Schlossgräfte mit altem Brot füttern können. Leider tun sie aber weder den Wasservögeln, noch dem Gewässer einen Gefallen damit. „Enten und Gänse finden in den Parks eigentlich genügend Nahrung. Brot oder sogar Gebäck ist für die Wasservögel ungesund, denn es quillt im Magen auf und enthält zu viel Salz und Zucker. Wenn verschimmeltes Brot verfüttert wird, erkranken Vögel und Fische“, so Bernd Sundermann, Leiter des städtischen Baubetriebshofes. Wer Wasservögel füttert, behindert die natürliche Nahrungsaufnahme der Tiere und begünstigt damit eine Überpopulation. Doch auch die Wasserqualität leidet unter der Fütterung. Denn nicht gefressenes Brot sinkt zu Boden und wird doch unter hohem Verbrauch an Sauerstoff abgebaut. Dies führt dazu, dass Fische ersticken. Durch den Sauerstoffmangel sterben auch kleine Tiere wie Schnecken oder Würmer. Damit geht ein Teil der natürlichen Nahrungsgrundlage von Vögeln und Fischen verloren. Außerdem können Schlammschichten und Faulgase entstehen. Die Verrottung des Brotes trägt zur übermäßigen Bildung von Algen bei, das Gewässer kann sogar „blühen“ und schließlich „kippen“.

Zukünftig wird ein Schild an der Schlossgräfte darauf hinweisen, warum Füttern für Enten und Gewässer schädlich ist. Ahaus Marketing und Touristik informiert sich aktuell außerdem über Futterautomaten, so dass das Füttern der Wassertiere zukünftig sowohl den Kindern als auch den Tieren Freude bereiten kann.

Hinweisschild "Bitte nicht füttern"