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Freitag, 06.11.2020

Ahauser Heimat-Preis - Mut, Kreativität und Engagement unter schwierigen Bedingungen

Sieger des Heimat-Preis Ahaus 2020 stehen fest

In diesem Jahr hat die Stadt Ahaus erstmalig den durch das Land Nordrhein-Westfalen geförderten Heimat-Preis Ahaus vergeben. Der Preis rückt herausragendes Engagement für die Gestaltung der Heimat vor Ort in den Fokus der Öffentlichkeit.

Der Jury unter dem Vorsitz von Bürgermeisterin Karola Voß zusammen mit Vertretern der Fraktionen im Rat, dem Vorsitzenden des Kulturausschusses sowie zwei Vertretern der Stadtverwaltung lagen 21 Projekte zur Bewertung vor. In den Bewerbungen wurde eindrücklich der hohe Einsatz, die Verbundenheit mit ihrer Heimat und die Kreativität der Vereine, Initiativen und ehrenamtlichen Helfer in Ahaus sichtbar.
Entsprechend fiel die Auswahl unter den hervorragenden Bewerbungen schwer. Prämiert wurden drei Projekte, die den Kriterien und der Idee des Heimat-Preises in besonderer Weise entsprechen:

  • das Neugestaltungsprojekt „Wasserlandschaft“ des Fördervereins Freibad Alstätte e.V.,
  • das Projekt „Wüllener Weihnachtskonzert online“ des Musikverein Wüllen 1911 e.V.
  • sowie das „Lied für Ahaus: Wir sind hier, jetzt, zusammen“ von Musiker Salip Tarakci.

Mit der Wasserlandschaft gestaltet der Förderverein Freibad Alstätte e.V. einen Ort, an dem generationsübergreifende Aktivität möglich wird. Er ermöglicht integrative Begegnungen und Kommunikation – auch mit unseren niederländischen Nachbarn. Der verantwortungsvolle Umgang mit der Ressource Wasser wird auch in unseren Breiten immer wichtiger, so dass die Neugestaltung ökologischen Anforderungen und Veränderungen Rechnung trägt. Neben der Bereicherung für die Besucher des Freibades, schafft auch die gemeinsame Realisierung des Übergangsbereiches zwischen Wasserlandschaft und Nichtschwimmer-Bereich ganz konkret Raum für Team-Arbeit, Kommunikation und positives Erleben. Das Projekt „Wasserlandschaft für Kinder und Familien“ ist ein eindrückliches Beispiel für die Bedeutung des Ehrenamtes für die Weiterentwicklung und Attraktivität der Stadt Ahaus und ihrer Ortsteile. Projekte dieses Ausmaßes sind nur möglich mit ausdauerndem Einsatz zahlreicher Hände. (Jury)

Das Weihnachtskonzert des Musikverein Wüllen 1911 e.V. steht exemplarisch für die zahlreichen Konzerte Ahauser Orchester und Chöre, die in diesem „Jahr der Pandemie“ nicht stattfinden konnten und können. Die Jury ehrt das mutige und komplexe Projekt, nicht nur die Übertragung des Konzertes digital umzusetzen, sondern auch den Versuch, die wichtige Probenarbeit unter schwierigen Bedingungen fortzuführen – und damit den Musikern ein Ziel zu geben. In den Ahauser Musikvereinen und Chören geht es um den Kampf, jahrzehntelange Traditionen zu erhalten: Schützenfeste, Sankt Martins- oder Nikolausumzüge, Karneval und viele Veranstaltungen mehr stiften in Ahaus Identität. Ohne Musik ist dieses Brauchtum nicht denkbar. Und es geht um die musikalische Bildung der Kinder und Jugendlichen in Ahaus, die im Verein nicht nur ihr Instrument, sondern auch unschätzbare soziale Kompetenzen erlernen. Die Ausdauer und Hartnäckigkeit, auf immer neue Auflagen und Restriktionen mit immer neuen Anpassungen zu reagieren, sowie der Mut, trotzdem „groß“ zu denken, wird mit diesem Preis geehrt. (Jury)

Die Pandemie trifft auch in unserer Stadt viele Künstler und veranstaltungsnahe Branchen hart. Um diesen Künstlern ein Gesicht und Aufmerksamkeit zu geben, schrieb Salip Tarakci ein „Lied für Ahaus“: „Wir sind hier, jetzt, zusammen“. Die gemeinsame Aufnahme mit anderen Ahauser Musikern, Bands, Chormitgliedern kreiert ein Gefühl von Gemeinschaft und Zusammenhalt untereinander. Gleichzeitig gelingt dieser Idee, in der Krise den Ahauser Bürgerinnen und Bürgern ein Geschenk zu machen: Ein Lied für unsere Stadt. Die technische Realisation ist dabei ambitioniert, die (musikalische) Kommunikation komplex unter den derzeitigen Auflagen. Das „Lied für Ahaus“ macht uns und unsere Musiker auch nach außen sichtbar und trifft einen Zeitgeist, mit dem es Inspiration für viele andere Orte in dieser schwierigen Zeit sein kann. (Jury)

Jedes der drei Siegerprojekte wird mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000 € prämiert.
Die Preisverleihung erfolgt Mitte Dezember. Termin, Ort und Rahmen werden der dann gültigen Corona-Schutzverordnung entsprechend kurzfristig angekündigt. Der Heimat-Preis setzt sich in einer zentralen Veranstaltung auf Landesebene fort, bei der unter den lokalen Preisträgern nach Auswahl durch eine hochkarätig besetzte Jury nochmals Landessieger gekürt werden.

Auch im kommenden Jahr wird der Heimat-Preis Ahaus ausgeschrieben werden, die Bewerbungsfrist wird rechtzeitig bekannt gegeben.