Sprungnavigation

Spinge direkt...

Suchen
Dienstag, 17.01.2017

Das neue Ahauser Kulturquadrat ist fertig – großes Eröffnungswochenende vom 20. bis zum 22. Januar

Planmäßig nach 21 Monaten Bauzeit

AHAUS. Nach etwa 21 Monaten Bauzeit ist das Ahauser Kulturquadrat nun fertiggestellt. Vom 20. bis zum 22. Januar feiert die Stadt Ahaus die Eröffnung dieses großen Ahauser Projekts mit einem Bürgerfest. (Hier der Programm-Flyer)

Das neue Kulturquadrat umfasst die neue Stadthalle und die Stadtbibliothek. Ferner zählen zum kulturellen Zentrum der Stadt die in der unmittelbar benachbarten und bereits umgebauten ehemaligen Bernsmannskampschule untergebrachte Musikschule der Stadt Ahaus mit der Tonhalle und das „aktuelle forum Volkshochschule“ (VHS).

Das Kulturzentrum ist die größte einzelne Investitionsmaßnahme der vergangenen  Jahrzehnte in Ahaus. Zur Einordnung ein kurzer Blick zurück:

Die alte Stadthalle wurde in der Zeit Dezember 2013 bis März 2014 abgerissen. Mehr als 50 Jahre lang hatte sie Ahaus einen wichtigen Dienst geleistet und unzählige Veranstaltungen gesehen. Aber sie war in die Jahre gekommen. Der Zahn der Zeit hatte in fünf Jahrzehnten nicht nur am Mauerwerk genagt – auch die Hubtechnik der Tribünen und die Bühnentechnik hatten gelitten. Zudem war sie beim Bau im Jahr 1961 für damals nur etwa 10.000 Einwohner ausgerichtet. Ahaus ist seitdem in vielerlei Hinsicht enorm gewachsen. Inzwischen kratzt die Stadt an der 40.000-Einwohner-Marke. Es bestand Anpassungsbedarf.

Nach eingehender Begutachtung, Bewertung und Beratung der Fakten in den politischen Gremien hat die Stadt 2012 beschlossen, die alte Halle abzureißen und ein neues Zentrum aufzubauen. Und dieser Neubau kombiniert zwei Nutzungen: Zum einen die Stadthalle, zum anderen die Stadtbibliothek. Gemeinsam mit dem aktuellen forum Volkshochschule und der Musikschule in der angrenzenden Bernsmannskampschule bilden diese vier Nutzungen nun das kulturelle Ahauser Zentrum.

Es war Politik und Verwaltung von Beginn an wichtig, auch die evangelische Christus-Kirche und das Dorothee-Sölle-Haus gleichberechtigt gestalterisch zu berücksichtigen. Beide Gemeindeorgane wurden frühzeitig beteiligt, um eine für alle Seiten gewinnbringende Lösung zu erreichen.

Von Beginn an hat die Stadt Ahaus die Maßnahme in enger Abstimmung mit den in unserem Land für Städtebauförderung zuständigen Behörden entwickelt: mit der Bezirksregierung Münster und mit dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW.

Weitere Infos zum Neubau

Bauweise
Das Gebäude wurde in Massivbauweise errichtet, weitestgehend aus Stahlbeton. Die Flachdächer wurden in Stahlbaukonstruktionen hergestellt, die Stadthalle besitzt sichtbare Stahlfachwerkträger. Eine umlaufende Pfosten-Riegelkonstruktion mit Glas- und Blind-Elementen ist im gesamten Erdgeschoss angeordnet. Die Klinkerverblendfassade ist über der Pfosten-Riegel-Fassade aufgehängt.

Nutzung Kellergeschoss
Die neue Stadthalle ist voll unterkellert, das Foyer und der Cateringbereich nicht. Die Bibliothek ist etwa zur Hälfte unterkellert. Ein unterirdischer Leitungs- und Verbindungsgang verbindet die Stadthalle mit der Bibliothek. In den Kellerräumen sind Lager, Haustechnik, Archive und Künstlerumkleiden mit Sanitärräumen eingerichtet.

Nutzung Erdgeschoss
Im Erdgeschoss befinden sich der Eingangsbereich mit der Abendkasse, das Foyer und die Stadthalle, Besucher-WC, Cateringräume und die Bibliothek.  

Nutzung Obergeschoss
Im Obergeschoss der Bibliothek sind Büros, Ausstellungsflächen und Veranstaltungsräume angeordnet. Im Obergeschoss der Stadthalle sind der Besucherrang und die Haustechnik untergebracht, zusätzlich ein Stuhllager und ein Regieraum.

Tribüne mit Zuschauerraum
Die Stadthalle hat nun eine ausziehbare Tribüne (285 m²), auf der eine Reihenbestuhlung möglich ist. Für Bankettveranstaltungen kann die Tribüne eingefahren werden und liegt an der rückwärtigen Seite der Stadthalle gegenüber der Bühne. Die neue Halle fasst bei einer Stehveranstaltung bis zu 1.080 Personen, bei einer Reihenbestuhlung bis zu 728 Personen und bei einer Bankettveranstaltung mit Stühlen und Tischen zwischen 234 bis 512 Personen.

Bühnenanlage
Die Bühnenfläche umfasst ca. 180 m² inkl. Bühnenlager. Vor der Bühne kann ein Orchestergraben abgesenkt werden oder auch als Bühnenpodium (jeweils 50 m²) hochgefahren werden.

Heiz- und Wärmetechnik
Das gesamt Gebäude wird mit einer Gas-Brennwertdoppelkesselanlage in Zusammenspiel mit einer Wärmepumpe beheizt und gekühlt. Ein Erdsondenfeld mit 13 Sonden versorgt das Gebäude. Jede Sonde ist 150 m tief abgetäuft. Die Sonden befinden sich unter dem Vorplatz des neuen Kulturquadrats.

Weitere Zahlen, Daten und Fakten zum Kulturquadrat:

  • Offizieller erster Spatenstich war am 13. April 2015.
  • Der Neubau mit der Stadthalle und der Bibliothek wird einen Rauminhalt von brutto 25.000 Kubikmetern  auf einer Fläche von 5.400 Quadratmetern haben. Rund 500 Tonnen Betonstahl und 3.100 Kubikmeter Beton werden verbaut.
  • Bruttorauminhalt: 25.086 m³
  • Grundflächen der Gebäude: 2.806 m²
  • Bruttogrundfläche der Geschosse: 5.370 m²
  • Nutzflächen über alle Geschosse: 3.746 m²
  • 56 Kilometer Kabel wurden verlegt
  • Kupfer- und Eisenrohre 5 Kilometer Länge
  • 640 Meter Abwasserrohre
  • Vier Lüftungsgeräte (Stadthalle: 30.000 m³/h; Bücherei: 4.780 m³/h; Keller: 4.260 m³/h; Catering: 2.570 m³/h)
  • Etwa 600 Leuchten angebracht
  • Kühlung: 4 Stck. V-Rückkühler auf dem Dach der Technikzentrale der Stadthalle mit je 135 kW Kälteleistung
  • PV-Anlage mit 126 Modulen und 30 KW Anschlussleistung
  • Baukosten inkl. Einrichtung und Bühnentechnik: ca. 17,5 Mio. €
  • Kosten und Termin --> beides planmäßig

Politische Beschlüsse

  • 15.12.2009: Beschluss des Rates zum Konzept eines Kulturzentrums Ahaus
  • 19.07.2011: Beschluss des Rates zur Durchführung eines städtebaulichen und architektonischen Wettbewerbes
  • 26.09.2012: Vergabe der Architekten- und Ingenieurleistungen für den Neubau des Kulturzentrums mit Stadthalle und Bibliothek nach dem Siegerentwurf des Wettbewerbes des Stuttgarter Architektenbüros C1Architekten
  • 25.02.2014: Einrichtung einer planungsbegleitenden Arbeitsgruppe aus Verwaltung und Politik

Auf der Tribüne der neuen Stadthalle (v. l.): Maria zu Klampen (Leiterin Stadtbibliothek), Karola Voß (Bürgermeisterin), Gregor Verse (Fachbereich Immobilienwirtschaft), Georg Beckmann (Beigeordneter), Sebastian Frankemölle (Veranstaltungstechniker Stadthalle), Reinhold Benning (Fachbereichsleiter Bildung, Kultur, Sport), Dr. Margret Karras (Fachbereich Kultur), Alfred Zamhöfer (Leiter der städtischen Musikschule), Werner Leuker (Beigeordneter), Dr. Nikolaus Schneider (Direktor VHS)