Krisenvorsorge und -infos

Krisen kündigen sich selten an. Unwetter, Stromausfall oder Großbrände können den Alltag plötzlich auf den Kopf stellen. Als Stadt Ahaus tun wir alles für Ihre Sicherheit. Doch auch Sie können etwas tun: Mit der richtigen Vorbereitung bleiben Sie im Ernstfall handlungsfähig und ruhig. Hier finden Sie alles, was Sie wissen müssen – kurz, knapp und wichtig.
Im Krisenfall ist auch unsere Telefon-Hotline aktiv: 02561-72999
Wie wir Sie warnen
Wenn es ernst wird, müssen Sie es wissen. Ahaus nutzt einen Mix aus digitalen und analogen Kanälen. Verlassen Sie sich nicht auf nur eine Quelle. Hier Infos vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)
- Sirenen: Kennen Sie die Signale? Ein auf- und abschwellender Heulton bedeutet: Gefahr! Radio einschalten, Fenster zu.
- Warn-Apps: Ihr Smartphone ist Ihr Draht zur Leitstelle. Installieren Sie NINA oder KATWARN. So bekommen Sie Infos direkt per Push-Nachricht.
- Cell Broadcast: Warnungen direkt aufs Handy, auch ohne App. Achten Sie darauf, dass Ihr Gerät aktuelle Updates hat.
- Radio: Wenn das Netz weg ist, hilft das Lokalradio. Frequenz: Radio WMW auf 93.0 MHz.
📢 Sirenen: 1 Minute Heulton (auf/ab) = Gefahr! (Radio an!)
📱 Apps: NINA & KATWARN (Push-Nachrichten aktivieren)
📻 Radio WMW: 93.0MHz (Das lokale Notfall-Medium)
🔊 Lautsprecher: Durchsagen von Polizei/Feuerwehr
Aktuelle Warnmeldungen des BBK (deutschlandweit und mit Ortsauswahl)

Wenn der Strom weg ist
Ohne Strom fällt das Festnetz sofort aus. Auch das Mobilfunknetz hält oft nur wenige Stunden durch. Das bedeutet für Sie: Weder die 112 noch die 110 sind dann erreichbar. Auch über das Internet oder Social Media können wir Sie in diesem Fall nicht mehr informieren. Deshalb richten wir in solchen Fällen sofort Notfallpunkte ein. Hier finden Sie Hilfe und Informationen analog vor Ort.
📍 Ihre Anlaufstellen in Ahaus (verlinkt mit Google-Maps)
- Berufskolleg Lönsweg 24, Hinweis: Zugang über den Lönsweg und über den Kusenhook
- Kulturquadrat Wüllener Straße 18,
- Freiwillige Feuerwehr Löschzug Alstätte Gronauer Straße 24,
- Marienschule Graes Hauptstraße 1, Hinweis: Zugang über Eper Straße
- Freiwillige Feuerwehr Löschzug Ottenstein Am Tor 19,
- Freiwillige Feuerwehr Löschzug Wessum Hamalandstraße 2 a,
- Freiwillige Feuerwehr Löschzug Wüllen Barler Straße 1.

Ihr Notfall-Gepäck
Gut gepackt ist halb gewonnen. Wenn Sie das Haus schnell verlassen müssen oder ein paar Tage isoliert sind, hilft ein „Notfall-Rucksack“. Keine Sorge, Sie müssen kein Prepper werden. Das Wichtigste reicht:
- Dokumente: Ausweise, Geburtsurkunden, Versicherungen (am besten in einer Mappe).
- Verpflegung: Wasser (2 Liter pro Person/Tag) und haltbare Lebensmittel für einige Tage.
- Licht & Info: Taschenlampe, Batterien, Kurbelradio.
- Erste Hilfe: Verbandskasten und persönliche Medikamente.
- Hygiene: Das Nötigste für ein paar Tage.
💡 Tipp: Hier eine detaillierte Checkliste vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz

Verhaltenstipps
Wie verhalte ich mich in einer Gefahrenlage richtig? Hier sind wichtige Tipps zu verschiedenen Szenarien wie z. B. Stromausfall, Unwetter oder Hochwasser, die der Kreis Borken zusammengefasst hat.
Richtiges Verhalten bei Stromausfall
Vor dem Stromausfall
- Halten Sie einen Vorrat an alternativen Lichtquellen bereit: Taschenlampen (batteriebetrieben (mit Ersatzbatterien), solarbetrieben, Kurbeltaschenlampe oder LED-Leuchten), Kerzen, Streichhölzer, Feuerzeuge, Camping- oder Outdoor-Lampen (batteriebetrieben (mit Ersatzbatterien), LED-Leuchten oder Petroleumlaternen (passenden Brennstoff vorhalten)). Legen Sie am besten alles zusammen an eine Stelle, die Sie auch im Dunkeln gut erreichen können.
- Halten Sie ein batteriebetriebenes Radio bereit. Über die lokalen Radiofrequenzen erhalten Sie im Notfall wichtige Informationen.
- Bevorraten Sie Trinkwasser, Lebensmittel und Hygieneartikel. Ohne Strom funktioniert die Wasserversorgung nur eingeschränkt. Auch Supermärkte haben dann geschlossen.
- Mit warmer Kleidung und Decken lässt sich die Heizung eine Zeit lang ersetzen. Wer einen Kamin oder Ofen hat, sollte einen Vorrat an Kohle, Briketts oder Holz anlegen.
- Achten Sie darauf, dass die Akkus an Ihren Laptops, Mobiltelefonen, Telefonen etc. geladen sind oder halten Sie geladene Ersatzakkus bereit.
- Solarbetriebene Batterieladegeräte oder Powerbanks können bei Stromausfall eine Hilfe sein.
- Denken Sie daran, eine ausreichende Bargeldreserve im Haus zu haben, da bei Stromausfall auch die Geldautomaten nicht mehr funktionieren.
- Denken Sie vor allem auch an Ihre persönliche Notfallvorsorge, z. B. bei chronischen Krankheiten, pflegebedürftigen Angehörigen oder Lebensmittelvorlieben.
Weitere Vorsorgetipps finden Sie auf der Internetseite Vorsorgen für Krisen und Katastrophen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).
Wenn der Strom weg ist
- Achten Sie auf aktuelle Hinweise im Radio. Ein Kurbel- oder Autoradio funktioniert auch ohne Strom.
- Rufen Sie den Notruf der Polizei (110) oder Feuerwehr (112) nur im Notfall an. Stromausfall an sich ist noch kein Notfall.
- Wenn die Heizung ausfällt, können Sie sich mit zusätzlicher Kleidung und Decken warm halten.
- Kleinere Mahlzeiten können Sie auf einem Campingkocher zubereiten.
- Nutzen Sie einen Garten- oder Tischgrill, der mit Holzkohle oder Gas betrieben wird. Vorsicht! Nicht in der Wohnung oder im Haus grillen - es besteht Erstickungsgefahr!
- Wenn Sie Kerzen verwenden, besteht erhöhte Brandgefahr. Seien Sie vorsichtig.
- Schalten Sie elektrische Geräte, die vor dem Stromausfall noch in Betrieb waren, aus. Damit helfen Sie eine sofortige Überlastung des Stromnetzes zu verhindern, wenn der Strom wieder fließt.
Wenn der Strom zurückkommt
- Schalten Sie Geräte nur nacheinander wieder ein, um eine Überlastung des Stromnetzes (auch in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung) zu verhindern.
- Überprüfen Sie Lebensmittel in Kühlschrank und Tiefkühltruhe. Angetaute Lebensmittel sollten Sie sofort essen oder wegwerfen.
- Kontrollieren Sie Uhren, Wecker usw. Evtl. sind die Uhren durch den Stromausfall stehen geblieben.
- Füllen Sie Ihre Vorräte wieder auf.
- Sorgen Sie für den nächsten Stromausfall vor: Taschenlampe, Radio, Notvorrat usw.
Medien, Downloads und weiterführende Links
Was ist eigentlich, wenn der Strom ausfällt? In dem Video des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wird erklärt, wie Sie sich auf einen Stromausfall vorbereiten können. (Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe)
Die Downloads können als Druckversion beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bestellt werden:
Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen
Persönliche Checkliste
Weiterführende Links:
Vorsorgen für den Stromausfall - Tipps vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Störungsauskunft - Information über Störungen von Netzbetreibern
Quellenangabe: Die Informationen stammen in Teilen vom Kreis Borken, vom Kreis Soest, aus der Warn-App NINA sowie vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).
Richtiges Verhalten bei Unwetter
Draußen
- Meiden Sie ungeschützte Orte. Suchen Sie am besten Schutz in einem Gebäude.
- Wenn Zeit ist, sichern Sie bewegliche Gegenstände wie Gartenmöbel, Fahrräder etc.
- Bei Gewitter meiden Sie offenes Gelände, Berggipfel, Bäume, Masten und Antennen. Im Auto sind Sie bei Gewitter sicher.
- Bei Starkregen: Meiden Sie überflutete Straßen, Uferbereiche sowie Unterführungen, Tunnel und sonstige tiefer liegende Bereiche.
Drinnen
- Schließen Sie bei Hagel und Stürmen die Fenster und Rollläden.
- Nehmen Sie empfindliche Geräte vom Netz oder verwenden Sie einen Überspannungsschutz.
- Meiden Sie Räume mit großer Deckenspannweite, wie Hallen.
- Bei Starkregen: Verlassen Sie tiefer gelegene Räume wie Keller, Souterrainwohnungen und Tiefgaragen – es besteht die Gefahr des Ertrinkens und von Stromschlägen.
Downloads
Quelle: Klimakreis Borken
Richtiges Verhalten bei Hochwasser
Zu Hause
- Überprüfen Sie, ob die Vorsorgemaßnahmen ausreichen.
- Kellerräume, in die das Wasser eindringen kann, sollten ausgeräumt werden. Achtung: Halten Sie sich während des Hochwassers nicht im Keller auf, das ist lebensgefährlich.
- Dichten Sie - soweit möglich - Fenster, Türen und Abflüsse ab.
- Elektronische Geräte und Heizungen in Räumen, die volllaufen können, abschalten. Nehmen Sie gegebenenfalls die Sicherung raus und schalten den Strom ganz ab.
Im Auto
- Fahren Sie nicht durch überflutete oder teilüberflutete Straßen.
- Entfernen Sie Ihr Auto rechtzeitig aus gefährdeten Garagen oder von Parkplätzen. Achtung: Tiefgaragen können bei Hochwasser lebensgefährlich werden.
Downloads
Quelle: Klimakreis Borken
Richtiges Verhalten bei Hitze/Dürre
Im Voraus
- Ausreichenden Getränkevorrat anlegen. Mineralwasser, verdünnte Säfte, sowie Kräuter- und Früchtetee eignen sich kühl oder lauwarm am besten, damit der Körper mit der Hitze umgehen kann.
- Machen Sie Ihr Zuhause hitzefest. Dunkeln Sie Ihre Räume ab und sorgen Sie für Schattenplätze auf Balkon oder Terrasse.
- Wenn Sie Medikamente nehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Es kann sinnvoll sein, die Dosierung bei Hitze anzupassen.
Während der Hitzeperiode
- Weite, leichte und helle Kleidung, sowie im Freien eine Kopfbedeckung tragen.
- Viel trinken! Mindestens 1,5 bis 2 Liter pro Tag.
- Leichte Gerichte essen, wie Gemüse, Salate und wasserreiches Obst.
Tipps für zu Hause
- Bevorzugt zu kühleren Tageszeiten, zum Beispiel am frühen Morgen lüften.
- Geschlossene Fenster abdunkeln.
- Verwenden Sie zum Abkühlen kalte Fußbäder, Sprühflaschen mit Wasser (regelmäßig reinigen, um Verkeimungen zu vermeiden) oder kühlende Körperlotionen. Handgelenke und Unterarme unter kaltes Wasser halten wirkt auch lindernd.
- Lauwarm Duschen! Kalte Duschen erschweren dem Körper die Wärmeabgabe. Für Kinder eignen sich Planschbecken oder andere Wasserspiele.
- Auch nachts nur leichte Bekleidung und leichte Bettwäsche verwenden, um einen Hitzestau zu vermeiden.
Tipps für unterwegs
- Sonnenschutzmittel nicht vergessen! Verwenden Sie Mittel mit mindestens Lichtschutzfaktor 20, für Kleinkinder Lichtschutzfaktor 30. Bei längerem Aufenthalt im Freien regelmäßig nachcremen.
- Kopfbedeckung nicht vergessen! Auch Sonnenschirme können hilfreich sein.
- Pralle Sonne wenn möglich meiden, Schatten bevorzugen.
- Körperliche Betätigungen wie Einkaufen, Spaziergänge und Sport möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden legen.
- ACHTUNG: Auf keinen Fall Menschen oder Tiere allein im heißen Auto zurücklassen. Die Temperaturen in einem abgestellten Auto steigen sehr schnell deutlich über Außentemperatur-Niveau. Es besteht Lebensgefahr!
Weiterführende Links
Akut Kreis Borken
Wer vorbereitet ist, kann im Notfall sich selbst, Angehörigen und Nachbarn helfen. Helfen Sie mit, Notsituationen gemeinschaftlich zu bewältigen und sorgen Sie vor! Auf der Internetseite akut.kreis-borken.de finden Sie Tipps zur persönlichen Notfallvorsorge, zur Warnung und Verhaltenstipps bei verschiedenen Notfallsituationen.
Bei Katastrophen und Großeinsatzlagen finden Sie dort aktuelle Informationen.
Helfen im Ernstfall: Jetzt registrieren!
Wenn in Ahaus schnell Unterstützung gebraucht wird, ist die Solidarität in der Bevölkerung groß. Wir möchten diese Hilfe im Krisenfall optimal koordinieren und ungebundene Helferinnen und Helfer sicher zum Einsatz bringen.
Möchten Sie im Ernstfall spontan mithelfen? Dann tragen Sie sich einfach in unsere Datenbank ein. Sie entscheiden in einem möglichen Einsatzfall selbst, ob Sie Zeit haben und welche Aufgaben zu Ihnen passen.
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