20. Juli 2026
Rat beschließt Erweiterung der Anne-Frank-Realschule auf sechs Züge
Vom Schuljahr 2027/2028 an

Der Rat der Stadt Ahaus hat in seiner Sitzung am Donnerstag (16. Juli) die dauerhafte Erweiterung der Anne-Frank-Realschule beschlossen. Ab dem Schuljahr 2027/2028 möchte die Stadt die Realschule von fünf auf sechs Züge aufstocken. Mit diesem Schritt reagiert die Verwaltung vorausschauend auf die demografische Entwicklung und sichert langfristig die wohnortnahe Beschulung im Stadtgebiet.
Grund für den geplanten Ausbau ist der stetige Schülerzuwachs durch geburtenstarke Jahrgänge, der im gesamten Schulentwicklungsbereich bis Mitte der 2030er-Jahre anhalten wird. Prognosen gehen von einer Spitze von bis zu 1.148 Schülerinnen und Schülern an der Anne-Frank-Realschule aus. Da provisorische Mehrklassen von der Bezirksregierung Münster künftig nicht mehr genehmigt werden, schafft der Ratsbeschluss dauerhafte Planungssicherheit für Eltern, Schule und Stadt. Rein faktisch arbeitet die Schule mit aktuell 36 Klassen bereits heute im Umfang einer sechszügigen Einrichtung.
Die Stadtverwaltung reicht den erforderlichen Genehmigungsantrag nun umgehend bei der Bezirksregierung ein. Ziel ist eine verbindliche Entscheidung bis zum Schulanmeldeverfahren Anfang 2027, idealerweise bereits zur Informationsveranstaltung „Treffpunkt Schule“ im Oktober 2026. Der dafür notwendige regionale Konsens mit den Nachbarkommunen wurde im Vorfeld bereits eingeholt.
Parallel dazu starten die konkreten Planungen für die baulichen Anpassungen im Schulgebäude. Während die regulären Klassenräume im Bestand ausreichen, besteht rechnerischer Bedarf an sechs zusätzlichen Fachräumen – unter anderem für Naturwissenschaften und Informatik – sowie an größeren Verwaltungsflächen. Die Kosten werden derzeit in enger Abstimmung mit der Schulleitung und dem Fachbereich Immobilienwirtschaft ermittelt und fließen in die kommenden Haushaltsplanungen ein.
Neben dem Erhalt moderner Lernbedingungen hat die Erweiterung vor Ort auch einen direkten ökologischen Nutzen: Kurze Schulwege vermeiden zusätzliche Busverkehre in Nachbargemeinden und senken so die regionale CO2-Belastung.