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29. Juni 2026

Rat Ahaus und Gemeinderat Haaksbergen lernen sich bei gemeinsamem Austausch kennen

Städtepartnerschaft mit Zukunft

Die im November und März gewählten Ratsmitglieder aus Ahaus und Haaksbergen, Mitglieder des gemeinsamen Arbeitskreises sowie die Verwaltungsvorstände beider Kommunen trafen sich zum Kennlernabend in hochsommerlicher Atmosphäre bei der Haarmühle.
Die im November und März gewählten Ratsmitglieder aus Ahaus und Haaksbergen, Mitglieder des gemeinsamen Arbeitskreises sowie die Verwaltungsvorstände beider Kommunen trafen sich zum Kennlernabend in hochsommerlicher Atmosphäre bei der Haarmühle.
© Stadt Ahaus

Ein Abend voller Begegnung, gemeinsamer Ideen und grenzüberschreitender Inspiration: Die im November und März gewählten Ratsmitglieder aus Ahaus und Haaksbergen, Mitglieder des gemeinsamen Arbeitskreises sowie die Verwaltungsvorstände beider Kommunen trafen sich zum Kennlernabend in hochsommerlicher Atmosphäre bei der Haarmühle. Mit dabei waren auch die erst am Vortag frisch ins Amt gestarteten „Wethouder" von niederländischer Seite. Nach den Begrüßungsansprachen von Bürgermeister Gerard van den Hengel und Bürgermeisterin Karola Voß ging es in deutsch-niederländisch gemischten Gruppen schnell ans Eingemachte.

In intensiven Gesprächsrunden tauschten sich die insgesamt 53 Kommunalvertreterinnen und -vertreter über zentrale Zukunftsthemen aus. Dabei zeigte sich: Die Herausforderungen mögen ähnlich sein, die Herangehensweisen sind es oft nicht, was eine große Chance für gegenseitiges Lernen bietet.

Beim Thema Digitalisierung war die Begeisterung für zukunftsfähige digitale Bürgerbeteiligung und Smart City Projekte auf beiden Seiten der Grenze spürbar. Beide Kommunen sehen hier großes Potenzial und können voneinander lernen, wie digitale Innovationen erfolgreich umgesetzt werden. In Bezug auf die Arbeit in der Verwaltung lobten die deutschen Teilnehmenden besonders die pragmatische Herangehensweise und kurzen Entscheidungswege auf niederländischer Seite.

Auch die Stärken der jeweiligen Innenstädte und die Lieblingsorte in der Partnerkommune wurden intensiv diskutiert. Während in Haaksbergen die Cafés und die Barrierefreiheit Anerkennung fanden, wurde auf deutscher Seite die Ahauser Fußgängerzone mit ihren digitalen Showcases als gelungenes Beispiel moderner Stadtgestaltung hervorgehoben. Zu den Favoriten in Ahaus gehörten außerdem das Schloss, der Wochenmarkt und das Freibad als deutsch-niederländischer Treffpunkt. Geheimtipps für Haaksbergen: die Wassermühle, die Schafsheide sowie der Sport- und Wasserpark. Auch bei den kulturellen Highlights wirft man jeweils gerne einen interessierten Blick über die Grenze: Das Ahauser Schützenfest und das Oktoberfest in Haaksbergen zählen zu den Veranstaltungen, die in der jeweiligen Partnerkommune besonders geschätzt werden. 

Einig waren sich die Teilnehmenden beim Thema Mobilität: Sowohl Ahaus als auch Haaksbergen sind in Sachen Radinfrastruktur richtig stark aufgestellt. Als Traumvorstellung wurde eine Bahnverbindung zwischen beiden Kommunen genannt – oder alternativ zumindest eine durchgehend beleuchtete Radwegverbindung.

Über all diesen Einzelthemen stand die Frage: Wo können wir als Partnerkommunen künftig enger zusammenarbeiten und mehr voneinander lernen? Zahlreiche Ideen wurden entwickelt – von der Ausweitung von Schulpartnerschaften und Sportveranstaltungen bis hin zu grenzüberschreitendem Austausch in den Bereichen Bildung, medizinische Versorgung oder Windkraft. Diese Impulse sollen künftig auch im Arbeitskreis Ahaus-Haaksbergen, dem gemeinsamen Arbeitsgremium beider Räte, weiter aufgegriffen und vertieft werden.

Der Kennenlernabend in der Haarmühle war ein voller Erfolg. Dank der hervorragenden Deutschkenntnisse der niederländischen Gäste verlief der Austausch lebendig und unkompliziert. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Niederländischkenntnisse auf deutscher Seite noch ausbaufähig sind – eine Erkenntnis, die als Ansporn für einen intensiveren Sprachaustausch gesehen wurde.

Hintergrund:
Die Städtepartnerschaft zwischen Ahaus und Haaksbergen besteht seit 1988 und wird durch regelmäßigen Austausch auf politischer, kultureller und gesellschaftlicher Ebene gepflegt.