02. April 2026
Feuerwehr Ahaus: Im vergangenen Jahr 109 Menschen bei mehr als 400 Einsätzen gerettet
Jahresbilanz 2025 zeigt hohe Einsatzdichte und Investitionen in moderne Sicherheitsstrukturen


Die Feuerwehr Ahaus hat im Jahr 2025 insgesamt 418 Einsätze bewältigt und dabei 109 Menschen aus Notlagen gerettet. Wie der Leiter der Feuerwehr, Dirk Honekamp, auf der Jahreshauptversammlung berichtete, entfiel der Großteil der Alarmierungen auf technische Hilfeleistungen (226) sowie Brandeinsätze (69). Besonders erfreulich ist, dass rund 91 Prozent aller Brände bereits in der Entstehungsphase gelöscht werden konnten. Trotz der stabilen Bilanz stellten 113 Fehlalarme sowie psychisch belastende Verkehrsunfälle die Einsatzkräfte vor wachsende Herausforderungen.
Um die Sicherheit der Bürger*innen langfristig zu gewährleisten, treibt die Verwaltung bedeutende Infrastrukturprojekte voran. Zentrales Vorhaben ist der geplante Neubau der Feuer- und Rettungswache am Adenauerring. Parallel dazu konkretisieren sich die Planungen für ein neues Gerätehaus im Ortsteil Alstätte. Die Modernisierung spiegelt sich auch im Fuhrpark wider: Ein neues Tanklöschfahrzeug mit 8.000 Litern Wasservorrat verstärkt ab sofort die Schlagkraft bei Einsätzen auf der Autobahn oder Brandereignissen mit erhöhtem Wasserbedarf. Ergänzt wird die digitale Ausstattung zukünftig durch Alarmmonitore und Tablets zur Einsatzunterstützung.
Auch im Rettungsdienst stiegen die Anforderungen mit rund 6.000 Einsatzfahrten im vergangenen Jahr. Hier wird verstärkt auf innovative Lösungen gesetzt. So sind beide in Ahaus stationierten Rettungswagen mittlerweile mit dem Telenotarzt-System ausgestattet. Diese Technologie ermöglicht in Kombination mit der hohen Qualifikation der Notfallsanitäter eine präzise medizinische Versorgung direkt am Einsatzort.
Personell blickt die Wehr auf eine solide Basis von 599 Mitgliedern, davon 368 im aktiven sowohl ehrenamtlichen als auch hauptamtlichen Einsatzdienst. Einen positiven Trend verzeichnet die Jugendfeuerwehr, die auf 39 Mitglieder angewachsen ist. Ahaus setzt zudem auf spezialisierte Einheiten, wie den vom Löschzug Ahaus betriebenen, neu in Dienst gestellten Abrollbehälter Einsatzhygiene. Das System stellt den Gesundheitsschutz der Kräfte nach Brandeinsätzen durch ein innovatives Filtersystem sicher.
Dirk Honekamp unterstrich die Bedeutung dieser strategischen Ausrichtung: „Gute Gefahrenabwehr beginnt nicht erst am Einsatzort. Sie startet lange vorher mit präziser Planung, intensiver Ausbildung und modernen, funktionierenden Strukturen. Nur so können wir den wachsenden Anforderungen einer modernen Stadt gerecht werden.“
Während der Jahreshauptversammlung konnten mehrere Kameradinnen und Kameraden befördert werden. Zudem wurden Mitglieder für 25 und 35 Jahre aktive Mitgliedschaft mit dem Feuerwehrehrenzeichen ausgezeichnet. Weitere Ehrungen galten langjährigen Kameraden die bereits 50 bzw. 60 Jahren Mitglieder der Feuerwehr Ahaus sind. Auch einige Verabschiedungen aus dem aktiven Dienst konnten vorgenommen werden.
Die Feuerwehr Ahaus sieht sich gut aufgestellt, weiß aber auch um die wachsenden Herausforderungen. Der Tenor des Abends war dennoch klar: Mit Ausbildung, Kameradschaft und hoher Einsatzbereitschaft will die Wehr auch die kommenden Aufgaben gemeinsam anpacken – ganz im Sinne des Mottos, mit dem Dirk Honekamp die Versammlung schloss: „112 Prozent für Ahaus.“