05. März 2026
Internationaler Frauentag am 8. März
Gleichberechtigung als Grundpfeiler einer gerechten Gesellschaft

Am 8. März wird weltweit der Internationale Frauentag begangen – ein Tag, der auf Errungenschaften der Gleichberechtigung aufmerksam macht und zugleich verdeutlicht, wo weiterhin Handlungsbedarf besteht. Frauenrechte, Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe werden am Aktionstag in den Fokus gerückt.
„Auf dem Weg zur Gleichberechtigung sind wir noch nicht am Ziel“, erklärt Sybille Großmann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ahaus.
Der Internationale Frauentag 2026 steht unter dem Motto „Rights. Justice. Action“ (Rechte. Gerechtigkeit. Handeln) und erinnert daran, dass Frauenrechte weltweit unter Druck geraten können – oft schleichend und kaum sichtbar. In einer Zeit, geprägt von Konflikten, globalen Unsicherheiten und wachsender sozialer Ungerechtigkeit, bleibt der Blick auf Gleichstellung und faire gesellschaftliche Teilhabe wichtiger denn je.
„Frauen sind durch gesellschaftliche Krisen besonders betroffen – das zeigen aktuelle Konflikte deutlich. Und dennoch ist klar: Ohne das Potenzial und die Talente von Frauen wird es keinen gesellschaftlichen Fortschritt geben.“
Antifeministische Strömungen und sexistische Hetze, insbesondere im digitalen Raum, zeigen, dass Fortschritte in der Gleichstellung keineswegs selbstverständlich sind. Sie begünstigen die Rückkehr zu überholten Rollenbildern und Strukturen, die Frauen weiterhin benachteiligen. „Frauen brauchen Gleichberechtigung, gleiche Chancen, faire Löhne, gewaltfreie Beziehungen und eine partnerschaftliche Verteilung von Sorgearbeit“, betont Großmann.
Der Internationale Frauentag entstand vor über 100 Jahren aus dem Kampf für Gleichberechtigung und das Frauenwahlrecht. Heute erinnert er sowohl an historische Fortschritte als auch an weiterbestehende Ungleichheiten – etwa in den Bereichen Einkommen, politische Repräsentation, Karrierechancen und der ungleichen Verteilung unbezahlter Sorgearbeit.